Zukunft war gestern

Zukunft war gestern – Klangliche Utopien der Moderne und ihr Echo bis heute

43 Minuten, Deutschlandfunk (2012)

Im Mai 2011 spielte das Asasello-Quartett im Deutschlandfunk für eine Vinylveröffentlichung Anton Weberns Sechs Bagatellen für Streichquartett ein. Vielen gilt die extrem verdichtete, nur knapp vier Minuten lange Komposition aus dem Jahr 1913 als Geburtsstunde der Neuen Musik. Unter welchen Bedingungen entstand das Stück und wie ging man zu dieser Zeit anderswo mit bis dato gültigen tonalen Vorstellungen um? In Italien emanzipierte Luigi Russolo das Geräusch, für russische Futuristen ging das Entwickeln klanglicher Utopien einher mit der Forderung nach gesellschaftlicher Veränderung. Bis in die heutige Geräuschmusik taucht die für viele zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstandenen Werke charakteristische atmosphärische Abstraktheit immer wieder auf.

 

Gesprächspartner:

Prof. Dr. Helga de la Motte, Musikwissenschaftlerin

Valeri Scherstjanoi, Lautdichter und Futurismusexperte

Asmus Tietchens, Geräuschmusiker

 

Redaktion:

Frank Kämpfer / Atelier Neue Musik

 

Ein Mitschnitt der Sendung ist auf Anfrage erhältlich.

 

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